- Effiziente, ökologische und multifunktionale Flächennutzung
- Nutzung neuer Erzeugungs‑ und Lastprognosen
- Energiewirtschaftliche Nutzung der erzeugten Energie
- Standardisierte Nutzung der PV‑Erzeugung und Interoperabilität mit weiteren Flexibilitäten
- Gemeinsame Lösungen für die Integration großer PV‑Anlagen in Virtuelle Kraftwerke (VPPs)
Das Projekt Engage PV zielt darauf ab, die Integration von Photovoltaiksystemen durch die Entwicklung und Demonstration sozialer, technischer und wirtschaftlicher Innovationen voranzutreiben. Innovative Einzellösungen werden in verschiedenen Handlungsfeldern erarbeitet, zu Gesamtlösungen vernetzt und anschließend demonstriert.
Es soll den Ausbau von Photovoltaiksystemen beschleunigen, um die Ziele Österreichs hinsichtlich der Integration erneuerbarer Energien für eine saubere Energiezukunft zu erreichen. Österreich beabsichtigt, bis 2030 100% des Stroms aus erneuerbaren Energiequellen zu erzeugen – im Einklang mit dem Erneuerbaren‑Ausbau‑Gesetz und dem Österreichischen Aufbau‑ und Resilienzplan 2020–2026. Aus Photovoltaik sollen zusätzlich 11 TWh zum nationalen Portfolio hinzukommen.
Innovationsansätze zur Erschließung des Photovoltaik-(PV)-Potenzials
Engage PV setzt für die Demonstration auf Open‑Innovation‑Ansätze. Die folgenden Lösungen zielen auf die Erreichung der gesetzten Ziele ab:
- Effiziente, gesellschaftlich akzeptierte und ökologische Flächennutzung in allen Bereichen und für alle Flächentypen, mit besonderem Fokus auf Mehrfachnutzungen.
- Gesellschaftliche Akzeptanz und Motivationsfaktoren, insbesondere um private Investitionen in PV‑Anlagen zu fördern oder Maßnahmen zur Integration von PV‑Anlagen in das bestehende Energiesystem zu unterstützen.
- Lokale, regionale und überregionale Lösungen zur Netz‑ bzw. Systemintegration.
- Einsatz neuer Erzeugungs‑ und Lastprognosen.
- Energiewirtschaftliche Nutzung der erzeugten Energie.
- Gemeinsame und standardisierte Nutzung der PV‑Erzeugung zusammen mit anderen Formen der Stromerzeugung und Flexibilitäten, Sektorkopplung und Speicheroptionen – einschließlich Virtueller Kraftwerke (VPPs).

Integration großer PV-Anlagen in Virtuelle Kraftwerke
Integration großer PV-Anlagen in Virtuelle KraftwerkeFür einzelne Anlagen gibt es mehrere Lösungen zur Optimierung des Eigenverbrauchs, doch die Energiewirtschaft muss gemeinsame Lösungen zur Integration großer PV-Anlagen in Virtuelle Kraftwerke (VPPs) vorantreiben. Der PV-Ausbau reicht noch nicht aus, um die nationalen Ziele zu erreichen; zudem besteht Weiterentwicklungsbedarf bei Prognosemodellen, da Kurzfristprognosen und Nowcasting weiterhin herausfordernd sind.
Die Integration großer Photovoltaikanlagen in Virtuelle Kraftwerke bedeutet, die Fähigkeiten vieler verteilter PV-Anlagen in einem einheitlichen und steuerbaren Energiemanagementsystem zu bündeln. Dieses ermöglicht die Interaktion zwischen Erzeugung und Verbrauch und hält das Netz stabil, indem die Einspeisung der PV-Anlagen entsprechend den Netzbedürfnissen oder Marktsignalen angepasst wird. Das Virtuelle Kraftwerk bietet Interoperabilität, um große PV-Anlagen gemeinsam mit anderen Erneuerbaren Energien und Speichersystemen zu steuern; dadurch gewinnt das System an Flexibilität und Skalierbarkeit.
CyberGrids Rolle
Dank der durch die Flexibilitätsmanagement‑Plattform CyberNoc gewährleisteten Interoperabilität können PV‑Anlagen nahtlos und effizient zusammenarbeiten. Die preisgekrönte Technologie unterstützt die Integration erneuerbarer Energien und beschleunigt den Weg zur Erreichung der österreichischen Klimaziele. Das Virtuelle Kraftwerk kann die PV‑Anlagen anpassen, steuern, regeln und optimieren, um Netzstabilität und ‑sicherheit zu gewährleisten.
Das Projekt wird von der Forschung Burgenland GmbH geleitet; folgende Projektpartner sind beteiligt:
- Burgenland Energie AG
- Enerox GmbH
- ertex solartechnik GmbH
- EVN AG
- GeoSphere Austria
- Technische Universität Graz – Institut für Elektrische Energiesysteme
- Netz Burgenland GmbH
- Wind – Ingenieurbüro für Physik
- Koordinator: Forschung Burgenland GmbH
- F&E-Programm: Vorzeigeregion Energie
- Projektbeginn: 01.03.2023
- Projektende: 28.02.2026
- Projektlaufzeit: 36 Monate
- Projektbudget: 1.730.210 €
Die Fördergeber dieses Projekts sind:




