Wie hängen digitale Interoperabilität und Nachhaltigkeit zusammen?
Mit der zunehmenden Verfügbarkeit erneuerbarer Energiequellen und Batteriespeichern interoperable Lösungen sind erforderlich, um die optimale Integration dieser verteilten Ressourcen in das Netz zu ermöglichen. Interoperabilität ist ein Schlüsselfaktor für die zukünftige Energieentwicklung. Stromnetze unterliegen einem revolutionären Wandel, da sie nicht mehr nur von zentral gelegenen Kraftwerken gespeist werden. Neue und erneuerbare Energiequellen, insbesondere Solar- und Windkraftanlagen, werden kontinuierlich in das Stromnetz integriert, um eine kostengünstige und umweltfreundliche Stromversorgung zu gewährleisten und den wachsenden Strombedarf auszugleichen.
Darüber hinaus Batteriespeichersysteme werden zunehmend integriert, um die Stabilität des Stromnetzes zu verbessern, die Frequenz zu regulieren und generell die Integration erneuerbarer Energien in das bestehende Stromsystem zu erleichtern. Digitale Interoperabilität ist entscheidend dafür, dass erneuerbare Energien und Batteriespeicher mit dem Netz „kommunizieren“ können. Das klingt alles positiv — es ist die kohlenstoffarme Nachhaltigkeit, die alle fordern, um den Klimawandel zu verlangsamen. Wo ist also der Haken?
Netzwerke müssen sich nahtlos verbinden
Aufgrund der natürlichen Bedingungen von Wind, Sonne und Wasser unterliegen erneuerbare Energien Schwankungen im erzeugten Strom, und ihr Betrieb ist schwer vorherzusagen. Die Informationssysteme, die von erneuerbaren Energiequellen und von zwischengeschalteten Batteriespeichern verwendet werden, müssen in der Lage sein, mit dem Stromnetz zu „sprechen“ und umgekehrt, um solche natürlichen Versorgungsänderungen zu kommunizieren. Es liegt auf der Hand, dass Systeme, die erneuerbare Energien mit dem Stromnetz verbinden, umfassend, stabil und sicher sein müssen, um Folgendes zu ermöglichen nahtloser und automatisierter Zugang zur Energieversorgung. Interoperable Lösungen sind daher erforderlich, um die verschiedenen Ressourcen zu integrieren und sich an die Bedürfnisse der verschiedenen Endnutzer anzupassen. Um die Interoperabilität zwischen Energieanlagen weiter zu verbessern, wird Software für das Flexibilitätsmanagement verwendet, um diese Ressourcen zu aggregieren, zu optimieren und zu kanalisieren.
„Mithilfe technologischer Tools werden die verschiedenen Energiesysteme dynamisch verwaltet, was eine reibungslose digitale Verbindung zwischen Energiequellen („Flexibilitäten“) und dem Stromnetz ermöglicht, indem verschiedene Kommunikationsprotokolle unterstützt werden.“, erklärte Peter Nemcek, CTO und Mitbegründer von CyberGrid.
Wie trägt das Projekt TALENT zur Interoperabilität bei?
Die für das H2020-Projekt TALENT entwickelte Softwarelösung fungiert wie ein digitaler „Energieverkehrsknotenpunkt“, der erneuerbare Energien und Batteriespeichergeräte auf verschiedenen Leistungsskalen (Mehrfamilienhaus, Bezirk und Versorgungsunternehmen) effizient integriert. Im Rahmen dieser Lösung befindet sich die Plattform für das Flexibilitätsmanagement „CyberNOC“ bündelt die flexiblen Ressourcen in einem virtuellen Kraftwerk (VPP) und verteilt die Last. Das VPP ist außerdem verbunden mit dem verteiltes hybridisiertes Energiemanagementsystem (DHEMS) Kontrolle verteilter Ressourcen auf lokaler Ebene.
In TALENT ist das VPP von CyberGrid außerdem mit dem verteilten hybridisierten Energiemanagementsystem (DHEMS) verbunden, das verteilte Ressourcen auf lokaler Ebene steuert. CyberNOC stellt eine interoperable Verbindung zwischen Anlagen für erneuerbare Energien, Batteriesystemen und intelligenten Netzen her und spielt somit eine Schlüsselrolle bei den europaweiten Bemühungen um eine grünere, klimaneutrale Zukunft. Digitale Interoperabilität und Nachhaltigkeit sind eng miteinander verknüpft. Mit den Worten von Peter Nemcek:“Wir wissen mit Sicherheit, dass es ohne intelligente Netze keine nachhaltige Energiewende geben wird und keine intelligenten Netze ohne Interoperabilität!“
Die Flexibilitätsmanagement-Plattform von CyberGrid wurde mit dem Power Network Innovation Award 2019 von E.DSO und ENTSO-E ausgezeichnet




