Ihre Gemeinde hat die Entscheidung getroffen, eine Großbatterie zu kaufen, um überschüssigen Solarstrom, der von ihren Bewohnern erzeugt wird, gemeinschaftsweit zu speichern. Aber ist eine solche Speicherung von Tag zu Nacht der einzige Zweck der Batterie? Nein, weit gefehlt. Batterien machen Gemeinden nicht nur energieunabhängig und reduzieren gleichzeitig die CO2-Emissionen. Sie können auch eine neue Einnahmequelle erschließen und die Kosten für Infrastruktur und Stromrechnungen ausgleichen und so den Verbrauchern direkt helfen, die Haushaltsausgaben zu senken. Als „flexible Anlage“ speichert die Batterie saubere Energie, die später genutzt werden kann. Sie kann aber auch zusätzliche Einnahmen für die Gemeinschaft generieren, indem sie ihre Speicherflexibilität auf allen Energiemärkten bietet, d. h. „Monetarisierung“ von Energiespeichern.
Dezentrale Energieanlagen bieten Vorteile für alle Beteiligten
Die zunehmende Flexibilität, die dezentrale Energieressourcen — z. B. Batteriespeichersysteme (BESS), erneuerbare Energiequellen, gewerbliche und industrielle Lasten sowie das Laden von Elektrofahrzeugen — bieten, ist ein wesentliches Merkmal des zukünftigen europäischen Energiesystems. Es eröffnet Marktteilnehmern wie Stromversorgern, Aggregatoren und Flexibilitätsanbietern die Möglichkeit, zahlreichen Interessenträgern neue Dienstleistungen anzubieten. Die Monetarisierung von Energieanlagen kann zusätzliche Einnahmen bringen. Beispielsweise könnte ein Flexibilitätspool unter Vertrag genommen werden
• von Übertragungsnetzbetreibern als AFRR- und MFRR-Ausgleichsdienste
• von DSOs zur Verbesserung ihres Netzwerkbetriebs
• durch Ausbalancierung der Verantwortlichen für den Portfolioausgleich
• oder von einem Marktteilnehmer, der auf den Spotgroßhandelsmärkten für Elektrizität tätig ist.
Gemeinden können nicht nur ihre eigene Energieversorgung sicherstellen, sondern auch zusätzliche Einnahmen auf den Energiemärkten erzielen.

Flexibilitätsaggregationssoftware, die Zugang zu Märkten bietet
In Bezug auf die Integration flexibler Energieanlagen bietet CyberGrid Plattform für Flexibilitätsmanagement spielt eine zentrale Rolle bei der Weiterentwicklung der Energiesysteme der EU in den Bereichen Digitalisierung, Interoperabilität und Monetarisierung. Die preisgekrönte firmeneigene Softwarelösung „CyberNOC“ hilft Eigentümern von Energieanlagen dabei, ihre Energieanlagen zu monetarisieren und das Investitionsrisiko zu diversifizieren, indem sie die Teilnahme an verschiedenen Energiemärkten ermöglicht.
CyberNOC bringt Energieanlagen auf die Märkte. Diese Art von Cloud-basierter Flexibilitätsmanagement-Plattform kann flexiblen Anlagenbesitzern, z. B. Batteriebesitzern an Gewerbe- und Industrieanlagen (C&I) oder Gemeinden, die Möglichkeit bieten, an Märkten wie den Märkten für Primär-, Sekundär- (AFRR) und Tertiärsteuerung (MFRR) teilzunehmen, Netzstabilität, Spitzenstromspardienste sowie Frequenz- und Spannungssteuerung anzubieten.
Systeminteroperabilität und Märkte
Förderung der Interoperabilität und Monetarisierung im Rahmen der Interconnect Projekt, CyberGrid leitet die übergreifende Demonstration, in der Flexibilitätsressourcen werden mit der CyberNOC-Plattform verbunden, werden dann einem simulierten ÜNB in Form von Ausgleichsdienstleistungen angeboten. Zwar besteht das Hauptziel darin, die grenzüberschreitende Interoperabilität nachzuweisen, doch damit werden auch die Voraussetzungen für zukünftige grenzüberschreitende Interoperabilität geschaffen Monetarisierung von Flexibilitätsanlagen für den Wohn-, Gewerbe- und Industriesektor. Durch den Aufbau eines interoperablen Ökosystems flexibler Anlagen in mehreren EU-Ländern wird der Pool an Vermögenswerten optimiert, den die Marktteilnehmer nutzen können, um ein saubereres und sichereres Netz bereitzustellen. Gleichzeitig bietet die flexible Monetarisierung in verschiedenen Marktsegmenten finanzielle Möglichkeiten für die Eigentümer von Vermögenswerten, wodurch eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten geschaffen wird. Mithilfe solcher Cloud-basierten Technologien können Batteriebesitzer (d. h. Gemeinden) ihre bestehenden Energieanlagen und Infrastrukturen optimieren, um ihre Strategie für saubere Energie zu finanzieren.




