So wird die Salzburg AG im Regelenergiemarkt aktiv – mit CyberGrid

Salzburg AG Wasserkraftwerk
February 25, 2024

Die Energieversorgungsbranche befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel: Immer mehr kleine Kraftwerke und Privatpersonen speisen Strom aus Photovoltaik, Wind und Biomasse in die Netze ein. Diese Entwicklung stellt sowohl die Netze als auch die Energieversorger vor neue Herausforderungen, die mit innovativen Produkten und einer schnellen Reaktion auf veränderte Marktbedingungen beantwortet werden müssen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Als Antwort auf diese Herausforderungen hat die Salzburg AG, ein bedeutender Energieversorger in Österreich, 2015 eine Zusammenarbeit mit CyberGrid initiiert. Durch den Einsatz des hochmodernen Virtuellen Kraftwerks (VPP) von CyberGrid können ihre Anlagen nahtlos an den Regelenergiemärkten teilnehmen und die Ressourcennutzung sowie Monetarisierung optimieren.

Im Zentrum dieser Partnerschaft stehen technologische Weiterentwicklungen wie das „Demand-Response-Management-System“ und das „Virtuelle Kraftwerk“, die für das Bestreben der Salzburg AG nach Energieautonomie für das Bundesland Salzburg entscheidend sind. Die Entscheidung der Salzburg AG für die Zusammenarbeit mit CyberGrid wurde durch die überlegene technische Leistungsfähigkeit der CyberNoc-Software, die Erfahrung und Anpassungsfähigkeit des Teams sowie die Möglichkeit zur gemeinsamen Entwicklung zukünftiger Produkte motiviert.

Die erste Projektphase umfasst die Aggregation erneuerbarer Energie aus zahlreichen kleinen Kraftwerken zu einem Virtuellen Kraftwerk durch CyberNoc. Diese gebündelte Energie wird wie ein konventionelles Kraftwerk geführt und kann an den Energiemärkten gehandelt werden. Diese Phase zeigt die Synergien zwischen Salzburg AG und CyberGrid bei der Entwicklung einer skalierbaren und effizienten Lösung für die Integration erneuerbarer Energien.

In der zweiten Phase wird das Projekt um industrielle Lasten und Erzeuger erweitert – zusätzlich zu den bereits gesteuerten Kleinanlagen. Das System wird von seinen Erfindern als eine Art „Internet für erneuerbare Energien“ beschrieben und unterstreicht seinen innovativen Ansatz für das Management und die Verteilung erneuerbarer Energiequellen.

„Die Salzburg AG hat die Zusammenarbeit mit CyberGrid initiiert, um kleinen Anlagen, die die 1‑MW-Schwelle nicht erreichen, den Zugang zu den Regelenergiemärkten zu ermöglichen. Das Virtuelle Kraftwerk von CyberGrid aggregiert diese kleinen Anlagen, sodass sie als eine große Einheit an den Regelenergiemärkten teilnehmen können. Wir managen alle Arten flexibler Anlagen, einschließlich kleiner Wasserkraftwerke, PV, Elektrofahrzeuge und weiterer erneuerbarer Energiequellen.“ – Thomas Anfang, Stromhandel bei Salzburg AG.

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F: Welche bedeutenden Meilensteine prägten die Anfangsphase der Zusammenarbeit?

A: Zu den wichtigsten Meilensteinen zählten die Identifizierung potenzieller Anbieter und Anlagen für die Aufnahme in das Virtuelle Kraftwerk (VPP), die Sicherstellung der funktionalen Steuerbarkeit dieser Anlagen durch das System sowie die Etablierung eines fairen Vergütungsrahmens für die Anbieter – unter Berücksichtigung der heterogenen Anlagenarten und der Betriebskosten.

F: Welche Strategien wurden eingesetzt, um diese Meilensteine zu erreichen?

A: Erforderlich waren eine enge Vernetzung zwischen unserer Handelsabteilung und Betreibern kleiner Wasserkraftwerke, die Nutzung der Expertise der Abteilung Fernwirktechnik (Telecontrol) sowie die Gleichbehandlung aller Anbieter.

F: Wie wird die neue Version von CyberNoc Ihrer Einschätzung nach der Salzburg AG nutzen?

A: Die neue Version von CyberNoc ermöglicht uns schnelleres und noch genaueres Arbeiten. Manuelle Eingriffe werden reduziert, und Flexibilität kann unter anderem in homogenere Gruppen mit ähnlichen Kosten und Funktionen zusammengefasst werden. Die neue Version ist deutlich schneller und benutzerfreundlicher. Übersichten zu den Assets und Auswertungen lassen sich wesentlich rascher erstellen. Das Programm läuft vollautomatisiert und sendet bei Problemen umgehend eine Fehlermeldung an die Nutzer.

F: Welche Arten von Anlagen stehen unter Ihrer Steuerung und im Betrieb?

A: Wir managen alle Arten flexibler Anlagen, darunter kleine Wasserkraftwerke, PV, Elektrofahrzeuge (EV) und weitere erneuerbare Energiequellen. Aktuell umfasst unser Portfolio mehr als zehn Anlagen, und wir verfügen über mehr als 5 MW Flexibilität.

F: Wie wird diese langfristige Partnerschaft Ihrem Geschäft zugutekommen?

A: Die Möglichkeit für unsere Kundinnen und Kunden, an den Regelenergiemärkten teilzunehmen, ist hervorragend und schafft Vorteile sowohl für die Kundschaft als auch für die Salzburg AG.

Über die Salzburg AG

In einer Zeit, in der digitale Transformation und Nachhaltigkeit von zentraler Bedeutung sind, treibt die Salzburg AG als innovatives, digitales und nachhaltiges Green-Tech-Unternehmen Entwicklungen voran, die diesen globalen Imperativen entsprechen. Bekannt für ihr umfassendes Portfolio von sauberer Energie über Telekommunikation bis hin zu Internet- und Kabelfernsehdiensten, setzt sich die Salzburg AG dafür ein, die Lebensqualität der Salzburgerinnen und Salzburger zu erhöhen und die Region in eine grünere Zukunft zu führen. Zudem ist die Salzburg AG Vollanbieter in den Bereichen E-Mobilität und Photovoltaik. Im Geschäftsjahr 2023 verzeichnete die Salzburg AG rund 2.500 Mitarbeitende und ein Umsatzvolumen von 2,7 Milliarden.

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